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BSV-Triathleten reiselustig und ausdauerstark

Triathlon-Langdistanz Roth und Hamburg und viele halbe Langdistanzen

Mathias Todt und Ingo Koch stark auf der Langstrecke

Tatjana Brandt und Torben Detlefsen holen IM-70.3-WM-Tickets


Für die Triathleten bieten sich in diesen Wochen die lang ersehnten Chancen, das Training und die aufgestaute Energie endlich wieder in Wettkämpfen auf die Strecke zu bringen. Neben den Zielen mit dem BSV bei den Teamevents in der Landesliga haben viele Cracks auch ihre persönlichen Ambitionen auf den längeren Distanzen. Hier jagt nun eine Startgelegenheit die nächste.

Gleich zwei „Eisenmänner“ des BSV starteten auf der Triathlon-Langdistanz.

Nach der Absage des Glücksburger OstseeMan-Triathlons war der Hamburger IronMan in diesem Jahr der nördlichste Langdistanz-Wettkampf Deutschlands. Unter den knapp 1200 Finishern, die bei regnerischen Bedingungen an der Alster den Ausdauer-Dreikampf aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km bewältigten, gehörte auch Mathias Todt. Dem 44-jährigen gelang nun in Hamburg das, was ihm beim OstseeMan 2019 wegen eines Radunfalls und 2020 und 2021 wegen der Absagen verwehrt geblieben war. Er knackte die Zehn-Stunde-Marke, die für viele Triathleten eine Schallmauer auf der Langdistanz darstellt. Nach einem klug eingeteilten Wettkampf erreichte Todt das Ziel nach 9:55:21 Stunden. Damit belegte der Triathlet von der Schlei den 144. Platz der Gesamtwertung und den 15. Platz der Klasse M 45. Nachdem er beim Schwimmen in der 17 Grad frischen Alster zunächst etwas hinter seinem Zeitplan geblieben war, fand der BSV-Triathlet auf der Radstrecke das passende Tempo. „Von den Beinen her war es super, aber man musste bei dem Wind und den nassen Straßenverhältnissen pausenlos konzentriert bei der Sache sein“, erklärte Todt. Das dosierte Radfahren half ihm, den abschließenden Marathonlauf ohne Krisenmoment oder Leistungseinbruch in 3:31:07 Stunden zu bewältigen, sodass er das Ziel am Rathausmarkt erreichte, ehe die Zieluhr auf eine zweistellige Zahl sprang. „Alles in allem bin ich vollkommen zufrieden“, lautete Todts Fazit, nachdem er nun auch zum kleinen Kreis der Sub-10-Finisher aus Angeln gehört.

Sein BSV-Vereinskamerad Ingo Koch ging bei der vom Juli in den September verschobenen Challenge Roth ebenfalls die volle Langdistanz an und durfte sich in Franken über einen perfekten Triathlon-Tag freuen. Der 48-jährige Triathlon-Routinier kehrte 21 Jahre nach seinem Langdistanz-Debüt an gleicher Stelle wieder zum deutschen Klassiker zurück. Seine Paradedisziplin auf der 3,8 km langen Strecke im Main-Donau-Kanal brachte der starke Schwimmer in 1:03:44 Stunden schnell hinter sich und war auch auf dem Rad flott unterwegs. Hier begünstigte die um 10 km auf 170 km verkürzte und um einige Steigungen reduzierte Radstrecke eine schnelle Zeit. Um in der Pandemie Zuschaueransammlungen zu vermeiden, hatten die Veranstalter bewusst einige Stimmungsnester an Anstiegen, wie z. B. den Solarer Berg, aus der Streckenplanung gestrichen. „Ich war nach 130 km schon ziemlich platt. Da kam es mir entgegen, dass die Radstrecke dieses Jahr etwas verkürzt war und die letzten 20 km eher bergab und flach waren“, berichtet Koch. Die 42 km des abschließenden Marathons konnte Koch dann ohne Krisen in 3:35:34 Stunden bewältigten und überquerte nach starken 9:45:07 Stunden die Ziellinie im Stadion von Roth. Damit landete er auf dem 213. Platz der Gesamtwertung der insgesamt 1057 Finisher und belegte den 21. Platz der Klasse M 45. „Ich konnte das Rennen fast durchgängig genießen, hatte Spaß und bin mit meiner Leistung mehr als zufrieden“, freute sich Koch über sein geglücktes Rennen nach mehreren Jahren ohne Langdistanz-Start.

Auf der halben Langdistanz gab es in den vergangen Wochen ein wahres Feuerwerk an starken BSV-Ergebnissen.

Tatjana Brandt war gleich zwei Mal schnell unterwegs auf der 113 km langen Distanz. Zur Einstimmung war die frisch gebackene Sprintdistanz-Landesmeisterin auf hügeliger Strecke im Allgäu erfolgreich. Die 35-jährige stellte sich in Immenstadt der Herausforderung des legendären Allgäu-Triathlons, der bereits zum 39. Mal ausgetragen wurde und damit zu Deutschlands traditionsreichsten Ausdauer-Dreikämpfen zählt. Die Aufgabe dort: 1,9 km Schwimmen im Alpsee, 86 Radkilometer mit insgesamt 1200 Höhemetern und ein 20-km-Lauf. Die BSV-Triathletin demonstrierte auch im Allgäu ihre Stärke in der zweiten Disziplin und fuhr trotz fehlenden Bergtrainings auf der Runde am Kalvarienberg die zweitschnellste Radzeit aller Frauen. Am Ende landete Brandt nach 5:10:32 Stunden auf dem 13. Platz der Gesamtwertung der knapp 150 Starterinnen. In der Klasse W 35 bedeutete dies den dritten Platz. Nur zwei Wochen später folgte ein erfolgreicher Vergleich mit internationaler Konkurrenz bei ihrem Start in Polen. Beim IronMan 70.3 in Warschau bewältigte sie die halbe Langdistanz als achtschnellste Frau der Gesamtwertung und gewann ihre Altersklasse W 35. Nach dem 1,9 km langen Schwimmen im Zegrzynski-See vor den Toren der polnischen Hauptstadt konnte die 35-jährige auf der 90 km langen Radstrecke auf der voll gesperrten Stadtautobahn ihre Stärken ausspielen und fuhr bis in die Top-Ten-Ränge vor. Ihren achten Platz konnte sie dann auch beim abschließenden Halbmarathon halten, der mit 22 km einen Kilometer zu lang bemessen war. Nach 4:43:46 Stunden erreichte die BSV-Triathletin das Ziel und machte mit ihrem AgeGroup-Sieg auch die Qualifikation für die IronMan-70.3-Weltmeisterschaften im Jahr 2022 perfekt.

Das gleiche WM-Ticket hatte sich zuvor schon Torben Detlefsen bei der niederländischen 70.3-Variante gesichert. Beim IronMan 70.3 in Maastricht knüpfte Torben Detlefsen an seine starke Form vom Juni an, als er bei den IronMan-70.3- Europameisterschaften in Dänemark einen starken fünften Platz seiner Altersklasse M 40 erkämpft hatte. Beim Wettkampf an der Maas schaffte der Borener nun die Qualifikation für die 2022 anstehenden 70.3-Weltmeisterschaften. Mit einem starken dritten Platz in seiner Altersklasse setzte er sein Vorhaben um, sich den begehrten Slot zu holen. Wegen der nach dem Hochwasser immer noch starken Strömung in der Maas wurde dort kurzfristig aus dem Triathlon ein Duathlon. Das geplante 1,9 km lange Schwimmen wurde durch einen 5,3 km langen Lauf ersetzt, was für Torben Detlefsen mit seiner läuferischen Klasse kein sportlicher Nachteil war, aber auch ihn um den ersehnten echten Triathlon-Spaß brachte. Seine gute Ausgangsposition nach der ersten Disziplin konnte Torben Detlefsen auch auf dem Rad (90 km) und beim abschließenden Halbmarathon-Lauf halten und erreichte das Ziel nach 4:06:34 Stunden als 23. der Gesamtwertung und drittbester M-40-Athlet.

Weniger rund lief es für ihn Ende August beim IronMan 70.3 in Duisburg, wo ihn beim Regenrennen im Ruhrgebiet ein Sturz und eine Radpanne ausbremsten. Mit Prellungen und Schürfwunden kämpfte er sich in 4:39:30 Stunden ins Ziel. Deutlich glücklicher verließ Tim Niedereichholz den Wedau-Sportpark. Er bewältigte das Rennen in Duisburg in 4:27:08 Stunden als Achter der Klasse M 20.

Im Schwarzwald flott unterwegs war BSV-Triathlet Roman Richthammer. Er belegte beim 30. Breisgau-Triathlon auf der Mitteldistanz (2,0 km – 80 km – 21 km) nach 4:25:27 Stunden einen starken 17. Platz der Gesamtwertung und wurde Zweiter der Klasse M 40.

In der Ferne am Start waren auch Daniela Prüß, Oliver Prüß und Arendt Brühe, die in der Lausitz beim KnappenMan starteten. Daniela holte sich dort auf der Olympischen Distanz den fünften Platz der Gesamtwertung. Zudem war sie die Schwimmerin in der Langdistanz-Staffel des BSV, die Arendt auf dem Rad und Oliver in Laufschuhen in 12:48:40 Stunden auf dem dritten Platz ins Ziel brachten.


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