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BSV-Damen springen beim Finale der Triathlon-Landesliga doch noch aufs Treppchen

Ein unverhofftes Happy End bescherte den Damen des Borener SV beste Laune nach dem Abschluss der Triathlon-Landesliga in Norderstedt. Mit einem tollen Auftritt beim Finale im Rahmen des 15. Norderstedter Triathlons, in dessen Rahmen auch die Landesmeisterschaften auf der Olympischen Distanz (1,5 km – 40 km – 10 km) ausgetragen wurden, sprangen die BSV-Damen doch noch auf den nicht mehr für möglich gehaltenen Podiumsplatz und beenden die Saison wie 2021 erneut als Tabellendritte.

Mit dem zweiten Platz in der Tageswertung konnte die erstmals in Bestbesetzung angetretene Crew von der Schlei in der Tabelle noch die vor ihnen liegenden Teams aus Kiel und Bargteheide überholen. Da die ebenfalls noch vor ihnen rangierenden Triathletinnen von TriZack Rostock außer Konkurrenz in der schleswig-holsteinischen Landesliga starten, rücken die BSV-Damen auf den Bronzerang. Hinter den neuen Meisterinnen von der SG Athletico Büdelsdorf und den Frauen von Tri-Sport Lübeck stellen die Borenerinnen das drittbeste Team aus Schleswig-Holstein. „Das war echt ein schöner Ausklang und wir haben echt noch das Bestmögliche rausgeholt“, freute sich Kapitänin Regina Dahl über das späte Glück in einer Saison, in der auch für sie selbst mit einer Corona-Infektion im Hochsommer und einer Fußverletzung nicht alles rund gelaufen war. Mit dem zwölften Platz in der Gesamtwertung der Landesmeisterschaften und der Silbermedaille der Klasse W 40 zeigte sich Dahl in Norderstedt in 2:31:11 Stunden auch sportlich bestens aufgelegt.

Erstmals in dieser Saison konnte der Borener SV auch Tatjana Brandt ins Rennen schicken, die zuvor wegen anderer sportlicher Projekte und wegen Krankheit bei den Rennen verhindert war. Mit einem starken Rennen legte Brandt die Basis für den zweiten Platz in der Tageswertung der Frauenteams, der diesen nicht mehr für möglich gehaltenen Sprung in der Tabelle noch Wahrheit werden ließ. Die 36-jährige sammelte bereits auf der Radstrecke fast alle Konkurrentinnen ein, ehe sie nach der Hälfte der Laufstrecke an der bis dahin führenden Bettina Lange (TSV Bargteheide) vorbeizog. Doch zum Landesmeistertitel bei den Frauen sollte es damit trotz der Führung dennoch nicht ganz reichen. Auf der letzten der vier Laufrunden zog noch die im Norden recht unbekannte, aber früher in Nordrhein-Westfalen schon erfolgreiche Lisa-Alexandra Beyer (MTV Dänischenhagen) an ihr vorbei und schnappte sich in 2:16:57 Stunden den Titel. Brandt folgte mit nur 36 Sekunden Rückstand nach 2:17:33 Stunden als Vize-Landesmeisterin. „Etwas überrascht war ich schon. Ich hatte sie vorher nicht auf dem Zettel. Als sie vorbeizog, konnte ich nicht mehr das Tempo steigern. Das ist natürlich schade, weil es so knapp war. Aber insgesamt war das Rennen sehr gut“, stellte Brandt nach dem Rennen fest. Während ihre Teamgefährtinnen nun in die Saisonpause gehen werden, hat sie noch ein großes sportliches Projekt vor Augen. Im Oktober wird Tatjana Brandt in die USA reisen und bei den Weltmeisterschaften auf der halben IronMan-Distanz (IronMan 70.3 / 1,9 km – 90 km – 21,1 km) in St. George (Utah) antreten. „Das war eine gute Vorbereitung für die WM. Auf dem Rad lief es sehr gut. Aber ich weiß auch, was noch verbesserungswürdig ist. Das Ausziehen des Neos kann schneller gehen“, stellte die Vize-Landesmeisterin fest, die in ihrer Altersklasse W 35 Gold holte.

Daniela Prüß (2:36:56 Std./ 4. W 45) und Inke Dellius (2:42:01 Std./ 6. W 45) schrammten in der Meisterschaftswertung knapp an den Podiumsplätzen ihrer Altersklassen vorbei, rundeten mit ihren Ergebnissen aber den Teamerfolg perfekt ab.

Die Männer des Borener SV beenden eine teilweise holprige Saison, in der personell häufig improvisiert werden musste, auf einem soliden 12. Platz in der Abschlusstabelle der 23 Mannschaften. In Norderstedt landete das BSV-Team auf dem 14. Platz der Tageswertung. Ingo Koch (2:12:34 Std.) führte das Team an und holte in seiner Altersklasse M 45 die Bronzemedaille, ehe Norman Bromberg nach einen starken Rennen (2:21:21 Std.) folgte. Jürgen Brammer (2:35:55 Std./ 2. M 60) und Bernd Gaasch (2:39:05 Std./ 3. M 60) holten in ihren Altersklassen ebenfalls Landesmeisterschaftsedelmetall und sorgten für die weiteren Punkte, die Oliver Prüß als Debütant auf der Olympischen Distanz mit seinem Streichergebnis absicherte. Bernd Gaasch absolvierte in Norderstedt seinen ersten Einsatz in dieser Saison und ist nun der einzige Triathlet von der Schlei, der in allen bisherigen zehn Jahren der Landesliga in jeder Saison zum Einsatz kam.


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