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30. Borener Meile: Mareike Lützow und Micha Heidenreich ganz vorn

Große Wiedersehensfreude beim Re-Start der regionalen Laufszene

Micha Heidenreich verewigt sich als alleiniger Rekordsieger

Mareike Lützow erstmals bei den Frauen vorn


Der Puls der Läuferwelt schlägt nun auch in der Schleiregion wieder etwas schneller. Bei der 30. Auflage des Straßenlaufs über die 1609,34 Meter langen Strecke zwischen Boren und Klein Boren erlebten die knapp 80 Aktiven den ersten Straßenlauf in Angeln nach mehr als anderthalb Jahren Unterbrechung wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Angesichts der Wiedersehensfreude geriet der sportliche Aspekt fast ein wenig in den Hintergrund.

Aber auch beim sportlichen Part wurde die nun 30-jährige Geschichte der Meile um ein weiteres Kapitel erweitert. Zum runden Geburtstag des Laufklassikers gab es jetzt eine klare Antwort auf die Frage, wer denn nun der erfolgreichste Meile-Läufer der bisherigen drei Jahrzehnte ist. Es ist Micha Heidenreich. Dem 34-jährigen gelang am Freitag der siebente Sieg auf den 1609,34 Metern. Damit ist der frühere Geltinger, der seit vielen Jahren in Berlin lebt und immer noch einer der schnellsten Mittelstreckenläufer der Bundeshauptstadt ist, nun der alleinige Rekordsieger der Borener Meile. Als Heidenreich im Jahr 2004 im Alter von 17 Jahren erstmals das Männerrennen gewann, hatte Miguel Molero-Eichwein mit seiner imposanten Siegesserie in den Anfangsjahren bereits sechs Meile-Triumpfe in seiner Erfolgsbilanz, mit der Torben Detlefsen nach einer vergleichbaren Serie 2006 gleichziehen konnte. Beide unternahmen seither auch keine Versuche mehr, die Siegesausbeute zu vergrößern. Da Heidenreich seine Siege in der Regel im 3-Jahres-Abstand einfuhr, brauchte er länger, um seine Sammlung zu erweitern, prägt aber nun eine noch viel längere Ära der Meile-Geschichte. Seinen siebenten Sieg musste sich Heidenreich hart erkämpfen, denn mit dem Fahrdorfer Hauke Timme hatte er einen Mitstreiter, der auch schon vier Mal als Erster in Boren über die Ziellinie gerannt war und dabei auch Heidenreich schon hinter sich gelassen hatte. Der Berliner ließ seine Entschlossenheit, das Rennen auf der Kreisstraße erfolgreich zu gestalten, jedoch schon früh durchblicken und gestaltete das Rennen von der Spitze aus. Nachdem seine Verfolger Hauke Timme und der ebenfalls vorn mitmischende Vilmos Tomaschewski (TH Eilbeck) keine Anstalten machten, im Gegenwind auf dem Weg zum Wendepunkt auch Tempoarbeit zu machen, entschied sich Heidenreich kurz vor dem Wendepunkt zu einer Tempoverschärfung. Tomaschewski fiel daraufhin zurück und auch Timme musste etwas abreißen lassen. „Am Ende musste ich schon leiden. Aber auf einen Endspurt wollte ich es nicht ankommen lassen, denn das kann gegen Hauke auch schief gehen“, erklärte der Sieger nach dem Rennen. Heidenreich hielt seinen Vorsprung bis zur Ziellinie und gewann in 4:37 Minuten mit vier Sekunden Vorsprung vor Hauke Timme (4:41 Minuten). Vilmos Tomaschewski blieb als Dritter in 4:50 Minuten auch noch unter der Fünf-Minuten-Marke.

Während sich bei den Männern allein 23 der bisher vergebenen 30 Meile-Siege auf die vier Meile-Giganten Heidenreich, Molero-Eichwein, Detlefsen und Timme verteilen, bleibt es bei den Damen abwechslungsreich. Die Büdelsdorferin Angelika Clauß, die das Rennen in den 1990er-Jahren fünf Mal gewinnen konnte, wird noch lange unerreicht bleiben. Mit Mareike Lützwow vom LAC Kronshagen gab es einmal mehr eine neue Siegerin. Die 20-jährige, die schon mehrfach die Jugendwertung in Boren gewonnen hatte, schnappte sich erstmals den Gesamtsieg im Frauenrennen. Schon früh schuf sie eine Lücke zwischen sich und die Verfolgerinnen. Am Ende lief Lützow in 6:08 Minuten zu einem ungefährdeten Sieg vor Adel Matejkova vom TSV Westerland (6:18 Min.) und Merethe Lessen vom STV Sörup (6:21 Min.).

Ähnlich schnell wie die schnellsten Damen rannte auch die Siegerin des Laufs der Mädchen über den Asphalt. Die 15-jährige Cosmea Heinze vom SV Retwisch, die zu Schleswig-Holsteins stärksten Triathlon-Talenten gehört, bewies in Boren ihre läuferische Klasse und gewann das Mädchenrennen in 6:21 Minuten vor Lova Philine König (TSV Wanderup/ 7:21 Min.) und Svea Woito (Borener SV/ 7:24 Min.).

Den Lauf der männlichen Talente entschied Levin Woito vom Borener SV für sich. Auf seiner Heimstrecke gewann der 13-jährige in 6:08 Minuten vor Dominik Matejka (TSV Westerland/ 6:17 Min.) und Jannes Rohr (LG Geltinger Bucht/ 6:28 Min.).

Alle Ergebnisse gibt es hier: https://my.raceresult.com/170919/results


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