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33. Lila-Eule-Crosslauf in Kappeln: 213 Aktive im Hüholz

Die Zutaten für einen gelungenen Crosslauf-Tag fügten sich beim 33. Lila-Eule-Cross in Kappeln fast perfekt zusammen. Regen in den Vortagen und in der Nacht vor dem Rennen hatten der Laufstrecke noch einmal die zusätzliche Würze aus Matsch und tiefem Geläuf gegeben, ehe dann aber vom ersten Startschuss bis zum letzten Zieleinlauf die Sonne über dem Hüholz-Wald schien und für gute Laune bei den Aktiven und Zuschauern sorgte. Aus diesem Mix ergab sich ein Lila-Eule-Cross, bei dem in allen Rennen an der Spitze auf hohem Niveau um die besten Plätze gekämpfte wurde und bei dem zugleich auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kam. Insgesamt 213 erfolgreiche Zieleinläufe konnten die Veranstalter vom TSV Kappeln und vom Borener SV an der „Alten Eule“ registrieren. Während ein überdurchschnittlich hoher Anteil der rund 300 größtenteils schon im Vorjahr angemeldeten Athleten die Startnummern unabgeholt im Wettkampfbüro liegen ließ, erlebten die Startenden in Kappeln die dennoch bislang größte Laufveranstaltung im Kreis Schleswig-Flensburg seit dem Re-Start der Laufszene. „Ich denke, es war ein gelungener Tag und wir haben es gut hingekriegt. Die Teilnehmer haben sich gut an die Vorgaben gehalten“, freute sich Gerald Lau aus dem Organisationsteam nach dem Rennen. Mit 3-G-Regelung und Starts in verkleinerten Startwellen galten beim 33. Lila-Eule-Cross mehrere Hygienevorgaben, ehe auf der Laufstrecke dann aber in klassischem Stil gekämpft, geschwitzt und manchmal auch etwas gerutscht wurde. Auf den aufgeweichten Wegen kurz vor dem Zielanstieg war dieses Mal besonders hohe Aufmerksamkeit gefordert. Die Veranstalter hatten vor dem Rennen zwar etliche seit der letzten Austragung im November 2019 umgestürzte Bäume noch aus dem Laufweg geräumt oder freigesägt. Doch ein paar kleine Bäume mussten auch über übersprungen werden und ein großer Baumstamm mit einer Extraschleife umlaufen werden. „Dieser Haken hat wohl paar Sekunden gekostet“, stellte Miguel Molero-Eichwein fest. Den Plan, auf der 5400 Meter langen Mittelstrecke seine Siegerzeit von 2019 (19:06 Min.) nochmals zu unterbieten, konnte er so nicht umsetzen. In erneut starken 19:17 Minuten feierte der 53-jährige von Spiridon Schleswig aber einen ungefährdeten Sieg und distanzierte die schnellsten Verfolger Jan Ingwersen (MTV Heide/ 22:24 Min.) und Arvid Reiter (TSV Schleswig/ 22:37 Min.) deutlich. Hier sorgte Matthias Jubt als Gesamtfünfter (1. M 45) für die beste BSV-Platzierung. Altersklassensiege gelangen auch Jürgen Brammer (M 60) und José Molero-Membrilla (M 80).

Das Mittelstreckenrennen der Frauen gewann Simone Braun vom TSV Klausdorf in 24:05 Minuten vor ihrer Vereinskameradin Judith Baines, die nach 25:02 Minuten folgte und sich im Kampf um den zweiten Platz knapp gegen Anne Becker (SV Enge-Sande/ 25:07 Min.) durchsetzte.

Auf der Langstrecke wiederholte die Kielerin Kerstin Schmidt ihren Sieg von 2019 und setzte sich auf der 10.800 m langen Strecke im Hüholz-Wald in 50:46 Minuten gegen die ihr hinterher jagenden Lokalmatadorinnen durch. Tatjana Brandt vom Borener SV blieb der Siegerin lange hartnäckig auf den Fersen und wurde in 51:28 Minuten Zweite, ehe ihre BSV-Vereinskameradin Katrin Hammon nach 53:53 Minuten auf dem dritten Platz ins Ziel lief.

Mit Kirsten Kascheike (4. Gesamt/ 2. W 40 ), Regina Dahl (5./ 3. W 40), Inke Dellius (7./ 2. W 45) und Birgit Goos (8./ 1. W 60) platzierten sich vier weitere BSV-Damen in den Top-Ten-Plätzen.

Das spannendste Rennen erlebten die Zuschauer bei den Männern auf der Langstrecke. Hier hatte zunächst Alexander Böhm vom Eckernförder MTV die Initiative ergriffen und das Feld angeführt. „Das sicher einer der technisch anspruchsvollsten Crossläufe, die ich bisher mitgemacht habe. Man durfte keine Sekunde unaufmerksam sein“, erklärte der gebürtige Bayer, der seit sieben Jahren im Norden lebt. Im Kampf um den Sieg musste sich der EMTV-Triathlet am Ende allerdings dem Siegeswillen von Tim Hartmann geschlagen geben. Der 31-jährige von der SG Athletico Büdelsdorf ließ sich nicht abhängen, übernahm nach der Hälfte des Rennens wieder die Führung und rettete den Vorsprung bis ins Ziel. „Cross ist auch eine mentale Sache. Man muss halt auch weiterlaufen, wenn es weh tut“, erklärte Hartmann nach dem harten Rennen in Kappeln. In 42:14 Minuten gewann er vor Böhm (42:41 Min.) und dem Flensburger Torge Surkus (43:53 Min.)

Starke Leistungen und viel Einsatz gab es auch in den Nachwuchsrennen zu beobachten. Den Jugendlauf über 3.400 Meter gewannen Falk Werner vom Eckernförder MTV, der sich in 12:20 Minuten vor Finn Jacobsen (Borener SV/ 13:01 Min.) durchsetzte, und die Borgwedelerin Pauline Pluhar, die in 13:17 Minuten Lila Cardio (TSV Kappeln/ 13:32 Min.) knapp hinter sich ließ. Lina Marie Müller (TSV Kappeln/ 11:19 Min.) und Joost Triphaus (Eckernförder MTV/ 9:50 Min.) waren die Schnellsten des Schülerlaufs über 2.400 Meter.

Finnjas Jubt (M 12) und Levin Woito (M 13) gewannen im Schülerlauf (2.400 m) ihre Altersklassenwertungen.


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